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Besiedlung im 7. Jahrhundert

Kapelle in Rusenberg
Kapelle in Rusenberg

Im Jahr 1376 wird in einer Urkunde der Ort Rupereczhofen benannt, doch Funde aus der Römerzeit belegen: Das Dorf ist viel älteren Ursprungs. Kelten hatten sich vor Christi Geburt auf den fruchtbaren Fluren angesiedelt.

Nach Christi Geburt wurde hier eine römische Villa errichtet. Funde belegen auch eine Besiedlung im 7. Jahrhundert.

Bis 1788 gehörte Rupertshofen kirchlich zu Oggelsbeuren, war „Filial“ von dort, ein „Kirchweg“ durch die Fluren verband beide miteinander.

Erst 1822 wurde Rupertshofen eine selbständige Gemeinde, vorher war es mit Oggelsbeuren verbunden.

Rupertshofen war seit dem 12. Jahrhundert Teil der Vogtei Oggelsbeuren, die Vogtei-Inhaber waren die Grafen von Landau, die Truchsessen von Warthausen und danach die Truchsessen von Waldsee.

1331 wurde diese Vogtei von Vorderösterreich erworben und somit Besitz der Habsburger.

Diese wiederum gaben sie zu Lehen an die Herren von Hornstein und die Grafen von Freyberg in Achstetten. Von 1446 bis 1695 verwalteten die Herren von Stein zu Uttenweiler die Vogtei, von 1695 bis zur Säkularisation war sie Lehen des Reichsstiftes Buchau.

Im Jahr 1802 kam sie an das Haus Thurn und Taxis, 1806 ging sie im Königreich Württemberg auf.

1864 kam der Kirchturm

In die Grundherrschaft teilten sich mehrere Besitzer:

Das Reichsstift Buchau konnte nach und nach die meisten Höfe („Land und Leute“) in Rupertshofen erwerben. Von den anderen gehörten zwei zum Spital Biberach, zwei zur Pfarrkirche Oggelsbeuren und zwei zur sogenannten Hussen-Kaplaneistelle Oggelsbeuren. In Rupertshofen gab es spätestens 1415 eine dem hl. Vitus geweihte Kapelle. Im Jahr 1788 konnte sich der Ort von der Mutterkirche Oggelsbeuren lösen. Vorsorglich war 1784 ein Pfarrhof errichtet worden, 1788 konnte ein eigener Friedhof eingeweiht werden. Im Jahr 1810 entstand neben dem Pfarrhaus die neue St. Vitus-Kirche, und die alte „Pfeide“-Kapelle wurde abgerissen. Erst im Jahr 1864 kam der Kirchturm dazu.

In den vergangenen zwanzig Jahren standen grundlegende Innen- und Außensanierungen an. Eine Pieta (um 1420 entstanden) ziert den Hochaltar, die barocken Altäre befanden sich vor 1800 in der Friedhofskirche in Obermarchtal. Bis 1952 war der jeweilige Pfarrer nur für die Gemeinde da; 2008 ist Rupertshofen Teil einer Seelsorgeeinheit mit Ahlen, Attenweiler und Oggelsbeuren, H.H. Pfarrer Max Stark betreut die Katholiken von Oggelsbeuren aus, im Rupertshofer Pfarrhaus ist sein Mitarbeiter Pater Hubert Waller. Die evangelischen Christen gehören zum Pfarrsprengel Attenweiler mit H.H. Pfarrer Steffen Maile.

Ortsvorsteher & Ortschaftsrat

Die Oberamtsbeschreibung von 1893 berichtet, Rupertshofen habe die besten (und meisten) Pferde, das Dorf war auch durch viele Obstbäume bzw. den Obstertrag bekannt.

Um 1800 gab es bereits eine eigene Schule am Ort, diese wurde 1856 in die ehemalige Thurn und Taxis´sche Zehntscheuer verlegt.

Jetzt fahren die GrundschĂĽler der gesamten Gemeinde nach Attenweiler, die Rupertshofer HauptschĂĽler sind in Oberstadion, die RealschĂĽler und Gymnasiasten besuchen die Schulen in Munderkingen oder Biberach.

In Rupertshofen gibt es seit 1975 einen Kindergarten, auch die Kinder aus Oggelsbeuren werden hier aufgenommen.

An Stelle des ehemaligen Schulgebäudes steht seit 1995 ein schmuckes Rathaus, in dem auch die Feuerwehr und die Ehinger Volksbank e.G. untergebracht sind.

Mit der Kreisreform kam Rupertshofen 1973 vom Kreis Ehingen zum Kreis Biberach, in der Gemeindereform schloss es sich 1975 mit Oggelsbeuren und Attenweiler zur neuen Gemeinde Attenweiler zusammen.

Durch die Ortschaftsverfassung hat es einen eigenen Ortsvorsteher (seit 2004 Wunibald Liebhart) und einen eigenen Ortschaftsrat.

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